C. Jentner GmbH | Metallveredelung

Mid- und High-Phos, unter anderem für Automotive, Elektronik und Maschinenbau

Chemisch vernickeln

Chemisch Nickel in zwei Varianten

Beim chemischen Vernickeln scheiden wir die Nickel-Phosphor-Schicht stromlos ab. Sie folgt der Kontur des Bauteils gleichmäßig, auch in Bohrungen und Hinterschneidungen. Mid-Phos und High-Phos unterscheiden sich im Phosphorgehalt und damit im Eigenschaftsprofil. Verarbeitet wird Chemisch Nickel bei uns nur in der Gestellgalvanik, im Warenfenster bis 800 × 600 mm. Als Basismaterial eignen sich Stahl, Edelstahl und bestimmte Buntmetalle, außerdem Aluminium und Hochleistungswerkstoffe wie AlBeMet. Details zu Mid- und High-Phos finden Sie auf den folgenden Seiten.

Oberflächenübersicht

Chemisch-Nickel-Varianten

Chemisch vernickeln bei der C. Jentner GmbH

Im Lohnauftrag übernimmt die C. Jentner GmbH als Metallveredelungs-Spezialist in Pforzheim das chemische Vernickeln für industrielle Serien. Beim galvanischen Vernickeln bestimmt die Stromverteilung die Schichtdicke. Kanten und Spitzen erhalten dort mehr Nickel, Vertiefungen weniger. Die autokatalytische Reduktionsreaktion im Tauchbad kommt ohne Strom aus, deshalb erhalten Außen- und Innenseiten eine gleich starke Schicht. Vor der Beschichtung werden die Bauteile gereinigt und aktiviert, damit die Reaktion gleichmäßig anläuft. In der Gestellgalvanik wird jedes Teil einzeln mit Draht befestigt. Das ist bei Chargen mit unterschiedlichen Geometrien von Vorteil.

Mid-Phos-Nickel ist deutlich härter als unbeschichteter Stahl oder reines Nickel. Die Schicht widersteht Eindrücken, Kratzern und Abrieb, etwa an Dichtflächen, Lagern, Wellen und Führungen. Mit geeignetem Flussmittel lässt sie sich gut löten. Typische Bauteile sind Ventile, Pumpenkomponenten und Steckverbinder. High-Phos-Nickel baut sich amorph und nahezu porenfrei auf, Feuchtigkeit und Salz gelangen dadurch nur schwer bis zum Grundwerkstoff. Viele Säuren und Laugen greifen die Schicht kaum an. Im Unterschied zum ferromagnetischen Mid-Phos-Nickel ist High-Phos-Nickel praktisch unmagnetisch. Gefragt ist das in Baugruppen, in denen magnetische Felder Messwerte oder Signale verfälschen könnten. Chemisch vernickelte Bauteile kommen unter anderem in Automotive, Elektronik und Maschinenbau zum Einsatz, ebenso in der Luft- und Raumfahrt und der Verteidigungstechnik. Die Schichtdicke prüfen wir in der Fertigung per Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA). Das Qualitätsmanagementsystem ist nach DIN EN 9100 zertifiziert, das Umweltmanagementsystem nach DIN EN ISO 14001 und das Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001.

Pascal Siebler | Key Account Management

pascal.siebler@jentner.de | +49 7231 418094-11

Ihr Bauteil, Ihre Nickeloberfläche

Nennen Sie uns zum Start das Basismaterial, die Größe Ihrer Bauteile und die gewünschte Phosphorvariante.