Ein Satz, der die Branche zusammenfasst
Die C. Jentner GmbH ist mit einem Interview ihres geschäftsführenden Inhabers Chris Jentner im Wirtschaftsmagazin Onpulson vertreten. Er spricht darin über einen Satz, den jeder Qualitätsverantwortliche in der Luft- und Raumfahrt kennt: „Was nicht dokumentiert ist, wurde auch nicht ausgeführt.“ Für Zulieferer in diesem Segment ist das die Grundlage jedes Auftrags. Wer bei großen Namen in der Luftfahrt oder in der Verteidigungsindustrie liefern will, muss jeden Prozessschritt belegen können – vom Wareneingang bis zum Versand.
Prozess statt Stichprobe
Im Zentrum steht die DIN EN 9100, die branchenspezifische Erweiterung der ISO 9001 für Luft- und Raumfahrt. Sie verlangt keine punktuelle Qualitätsprüfung, sondern einen durchgehend nachweisbaren Prozess. Chris Jentner beschreibt im Interview, wie sich das bei uns in der täglichen Arbeit niederschlägt: chargenbezogene Labortests, digitale Produktionsakten, formalisiertes Abweichungsmanagement und regelmäßige Schulungen. Jeder dieser Bausteine sorgt dafür, dass ein Auftrag auch Jahre später noch lückenlos rekonstruierbar ist.
Digitalisierung macht Rückverfolgbarkeit erst möglich
Der zweite Schwerpunkt des Interviews liegt auf der Digitalisierung. Ohne verknüpfte Datenströme aus Auftragsverwaltung, Bad-Analytik und Schichtdickenmessung lässt sich der Nachweisdruck aus Luft- und Raumfahrt praktisch nicht mehr erfüllen. KI-gestützte Prozessüberwachung erkennt Abweichungen früher, als es ein Mensch könnte, und schließt so die Lücke zwischen Anspruch und Realität. Dokumentation, so Chris Jentners Fazit, ist heute kein Zusatzaufwand mehr, sondern der eigentliche Wettbewerbsvorteil.
Das vollständige Interview ist auf onpulson.de nachzulesen.